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Was mich zu demjenigen gemacht hat, der ich heute bin?

Wie bei wahrscheinlich vielen Menschen: sicherlich meine Eltern und mein Umfeld . Ich komme aus einer Familie, die man in Deutschland als "Arbeiterfamilie" bezeichnen würde. Meine Eltern haben immer hart gearbeitet und früh habe ich gelernt, dass man seine Ziele nur erreicht, wenn man ehrgeizig und vor allem fleißig ist. Ich bin in Frankfurt Nord-Weststadt aufgewachsen, ein Teil, der sicherlich nicht als Nobelviertel bekannt ist.

Aber für mich war es mein zu Hause und ich habe dort schon als kleines Kind und natürlich auch auf meinem weiteren Weg, wichtige Werte vermittelt bekommen. Es hat mir also definitiv nicht geschadet. In Frankfurt Nord-Weststadt leben viele Menschen unzähliger Nationalitäten auf engstem Raum zusammen. Ich bin also mit ganz unterschiedlichen Religionen, Hautfarben, Sprachen und Kulturen aufgewachsen. Respekt und Toleranz wurden mir quasi schon mit der Muttermilch anerzogen. Eigenschaften, die ich täglich lebe! Auf und auch neben dem Platz!

Wechsel zum FC Liverpool

Seit der Saison 2014/2015 darf ich für einen der weltweit bekanntesten Vereine der Welt spielen. Liverpool gehörte schon immer zu meinen absoluten Lieblingsclubs und steht für Leidenschaft, ehrlichen Fußball und gewachsenen Fankult. Unsere Fans sind einmalig, die Stimmung an der Anfield Road jedes Mal ein unglaubliches Erlebnis und es ist mir eine Ehre, vor diesen Fans mein Bestes geben zu dürfen. Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp haben wir unsere Ziele klar kommuniziert und es gilt in den kommenden Jahren Titel zu sammeln. Dafür bin ich hergekommen und dafür werden wir kämpfen.

A-Nationalmannschaft

Die Deutsche A Nationalmannschaft ist für mich die beste Nationalmannschaft der Welt. Das gesamte Team (inkl. Trainerstab) ist hochprofessionell und funktioniert wie ein Orchester mit perfekten Einzelspielern und einem großartigen Dirigenten.

Im September 2015 durfte ich mein Debüt für die Deutsche A Nationalmannschaft unter Joachim Löw geben und so richtig angekommen bin ich gefühlt bei der Europameisterschaft 2016.

Auch wenn wir im Halbfinale ausgeschieden sind: es war ein einmaliges Erlebnis und hat einen unbändigen Willen in mir freigesetzt. Ich möchte mit dieser Mannschaft Titel gewinnen und eine wichtige Stütze werden. Und wie immer in meiner Karriere: ich werde dafür kämpfen und alles geben.

"Heimat ist für mich weniger ein Ort. Es geht mehr um Freunde und Familie."

Zum Bundesliga-spieler gereift

In der Saison 2013/2014 habe ich für Bayer Leverkusen gespielt und wir haben uns mit einer tollen Teamleistung für die Champions League qualifiziert. Es war ein spannendes Jahr und dennoch fühlte ich mich vom englischen Fußball schon immer magisch angezogen. Dementsprechend folgte dann am Ende der Saison mein Wechsel zu Liverpool. So sehr ich mich natürlich über diese neue Chance gefreut habe, werde ich Leverkusen und die wundervolle Zeit, die ich hier verbringen durfte stets in meinem Herzen tragen und erinnere mich gerne daran zurück.

Deutschland U-21

Meine Zeit bei der U21 ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens. Ich habe gelernt, was es heißt Lob so einzuordnen, dass es das Selbstbewusstsein stärkt, einen aber nicht abheben lässt. Wir haben eine extrem starke U21, aber wir waren halt nicht unbesiegbar. Wenn man anfängt das von sich zu glauben, dann hat man schon verloren. Unser Ausscheiden gegen Portugal 2015 war bitter, aber für uns als Spieler vielleicht auch eine wichtige Lektion. An solchen Situationen muss man wachsen und darf nicht zerbrechen. Als Profi-Sportler darfst du verlieren, aber du musst dich stellen und aus deinen Fehlern lernen. Das habe ich und ich war extrem stolz und froh, dass der Anruf von Joachim Löw zur Europameisterschaft 2016 kam.

"Ein Leader muss genauso kritikfähig sein wie andere. Vielleicht sogar noch mehr."

Vom Jugendspieler zum Profi

Bei Bayern habe ich fast meine gesamte Jugend verbracht. Von der U17 bis zur Profi-Mannschaft habe ich alle Stationen durchlaufen und es ist ein großartig geführter Verein. Die Menschlichkeit und Professionalität des gesamten Teams ist herausragend und ich hätte mir keinen besseren Verein für diese entscheidende Phase in meinem Leben und meiner Karriere wünschen können.

Deutschland U-19

Aufgrund meiner türkischen Wurzeln hätte ich auch für die türkische Nationalmannschaft spielen können und ich fühlte mich durch das Interesse aus der Türkei sehr geehrt. Aber ich bin in Deutschland aufgewachsen und für mich ist die Deutsche Nationalmannschaft schon immer das Ziel gewesen. Den Adler auf der Brust zu tragen, das erfüllt mich mit Stolz und ich bin froh, dass ich damals diese Entscheidung getroffen habe.

"Als Profi-Sportler hat man stets eine Vorbildfunktion. Was aber nicht heißt, dass man nicht auch mal anecken darf."

Der erste große Traditionsverein

In meiner Heimatstadt Frankfurt habe ich angefangen professionell zu kicken. Bei der Eintracht habe ich dann die Grundtugenden erlernt, welche mich bis heute beeinflussen. Die Zeit bei der Eintracht Jugend war sicherlich richtungsweisend für mich und ich habe von Klein auf lernen dürfen was es heißt, für einen Traditionsverein zu spielen.

Bester Nachwuchsspieler U-17

Meine Zeit bei der U17 war eine tolle Zeit. Ich durfte die Mannschaft bis zur Niederlage gegen den späteren Weltmeister Mexico bis ins Halbfinale führen und in dem Spiel um Platz 3 haben wir - mit mir als Kapitän - vor fast 100.000 Zuschauern den dritten Platz erreicht. Ein unvergessliches Erlebnis. Als besondere Ehre wurde mir im Anschluss an das Turnier die Fritz-Walter-Medaille verliehen. Diese hängt noch heute in meinem Zimmer.

"Von reingewaschenen Profis halte ich gar nichts. Ich mag starke Charaktere."

Früh begann mein großer Traum

Mein erstes Spiel in einem offiziellen Verein habe ich für den SV Blau-Gelb Frankfurt bestritten. Ich weiß noch heute wie aufgeregt ich war und natürlich habe ich schon damals davon geträumt, einmal für die Nationalmannschaft auflaufen oder bei einem großen Verein spielen zu dürfen. Ehrlicherweise kann ich noch immer nicht wirklich glauben, dass dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist.

Auswahlmann­schaft U-15

Meine Nationalmannschaftskarriere habe ich in der U15 begonnen und heute kann ich sagen, dass wir damals zwar alle noch kleine Jungs waren, aber wir haben uns schon wie richtige Männer gefühlt. Es war uns eine Ehre für unser Land zu spielen und die damaligen Trainer haben uns geprägt. Sie haben uns Disziplin und Teamgeist gelehrt und auf diesen Eigenschaften basiert Fußball bis heute.

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